Die Vigier Beton Kies Seeland Jura AG baut in Lyss seit vielen Jahren grosse Mengen Kies und Sand ab. Durch den Aushub beim Kieswerk Chrützwald schafft sie stetig neue, ökologisch wertvolle Naturflächen: Sandige Steilwände, nackte Kiesflächen und verschiedene Feuchtgebiete bieten vielen Tieren und Pflanzen einmalige Lebensräume. Um diese idealen Lebensbedingungen für diese einzigartige Tier- und Pflanzenwelt erhalten zu können, finden zwei Mal pro Jahr ökologische Begleitplanungen statt. Somit stehen Dank den zuverlässig ausgeführten Pflegemassnahmen wertvolle Lebensräume für geschützte und gefährdete Tier- und Pflanzenarten zur Verfügung.
Im Kieswerk Chrützwald, seit 1998 durch die Stiftung Natur und Wirtschaft als naturnahe Kiesgrube ausgezeichnet, sind rund 85'000 Quadratmeter ökologisch wertvolle Flächen zu finden. Dies entspricht einer Fläche von mehr als 11 Fussballfeldern. Als naturnahe Flächen stehen Gewässer, Schüttungen, Kiesflächen, Magerwiesen, Kleingehölzflächen und Steilwände zur Verfügung. Im Gelände wurden in den letzten Jahren eine grosse Anzahl an Holzbeigen, Sand-, Stein- und Holzhaufen geschaffen. Diese Anstrengungen haben sich gelohnt, da in diesen Kleinstrukturen interessante Tierarten gesichtet wurden.
Wer die speziellen Vegetationsflächen genau betrachtet, kann die Sukzession – das Fortschreiten der Vegetation von der öden Kiesfläche zum Wald – bestens erkennen: Ackerdisteln und Königskerzen, erste Weidengehölze und auch schon stattlich grosse Bäume. Dazwischen liegen verschiedene Tümpel, Weiher und feuchte Gräben – ein Tummelfeld für Geburtshelfer- und Erdkröten sowie für Grasfrösche. Rund um die Abbaustellen wechseln sich Magerwiesen und offene Kiesstreifen mit dichten Hecken und undurchdringlichen Gehölzen ab. Dies bietet einer Unmenge von kleineren Tieren Unterschlupf und Nahrung. Das Nektarangebot für Insekten wie Schmetterlinge, Wildbienen etc. ist aufgrund des Blütenreichtums auf den angesäten Magerwiesen besonders hoch. Die mittlerweile 12 Dexter-Rinder, welche sich laufend vermehren, fühlen sich auch wohl: Sie sorgen für eine natürliche, extensive Bewirtschaftung der naturnahen Flächen.
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